Fellatio

Schematische Darstellung von Fellatio.
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Schematische Darstellung von Fellatio.

Fellatio (lat. fellare „saugen“) ist eine Form des Oralverkehrs, bei der der Penis durch Mund, Zunge, Lippen und/oder Zähne – beim sogenannten Deepthroating auch durch die Rachenregion – des Sexualpartners stimuliert wird; verbreitet sind das Lutschen und Saugen am Penis.

Häufig wird Fellatio beim Vorspiel praktiziert, sowohl zur Steigerung der sexuellen Lust, als auch um ggf. eine Erektion herbeizuführen. Bevor leistungsfähige Verhütungsmittel wie die Pille oder Kondome zur Verfügung standen, diente es neben Analverkehr und Cunnilingus auch der Empfängnisverhütung. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dient sie als eine Form des Pettings der sexuellen Erkundung.

Fellatio kann aus verschiedenen Positionen vorgenommen werden.
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Fellatio kann aus verschiedenen Positionen vorgenommen werden.

In der Pornografie wird Fellatio standardmäßig dargestellt, in der Regel vor und nach dem eigentlichen Geschlechtsverkehr und häufig mit der Darstellung einer Ejakulation auf das Gesicht des Sexualpartners.

Männer mit schwacher Erektion, die deswegen vaginal oder anal nicht penetrieren können, erreichen mit (passiver) Fellatio die Möglichkeit, penetrierenden Sex zu praktizieren.

Ob Fellatio dem Geschlechtsverkehr zuzurechnen ist, ist rechtlich, hauptsächlich in den USA, umstritten. Die vom früheren US-Präsidenten Clinton eingestandene Fellatio durch die damalige Praktikantin im Weißen Haus, Monica Lewinsky, stufte er in seinem Verhör nicht als Geschlechtsverkehr ein.

Umgangssprachliche Begriffe sind:

  • jemandem „einen blasen“
  • Sex auf „französisch“
  • Blowjob
  • (den Schwanz) lutschen

Inhaltsverzeichnis

Ejakulation

Es gibt verschiedene Formen der Ejakulation bei der Fellatio: Der aktive Partner schluckt das Sperma, lässt es wieder aus dem Mund herauslaufen, oder der Penis wird vor dem Erguss aus dem Mund genommen. Letzteres führt oft zu einem Cumshot auf den Körper oder das Gesicht des aktiven Partners (Gesichtsbesamung). Wenn der Partner das Sperma nicht im Mund haben mag, ist diese Praktik nicht dem Besudelungstrieb zuzurechnen.

Risiken

Fellatio ist eine Form des Sexualkontaktes, der Risiken der Übertragung von Geschlechtskrankheiten mit sich bringt. Insbesondere eine Ejakulation in den Mund stellt ein Infektionsrisiko für HIV und klassische Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Gonorrhoe, insbesondere seitens der aktiven („schluckenden“) Seite dar.[1] Institutionen der Gesundheitshilfe, zum Beispiel die Deutsche AIDS-Hilfe oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, empfehlen, bei Sexualkontakten grundsätzlich bestimmte Safer-Sex-Regeln zur Minderung von Infektionsrisiken einzuhalten. Zur HIV-Prävention bei Fellatio wird empfohlen, entweder ein Kondom zu benutzen oder dafür zu sorgen, dass kein Sperma in den Mund gelangt. Das Infektionsrisiko für HIV durch den sogenannten Lusttropfen wie durch Speichel bewerten Wissenschaftler als gering. Zum Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten sind Kondome dagegen erforderlich.[2]

Autofellatio

Autofellatio
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Autofellatio

Vereinzelt wird von gelenkigen Männern berichtet, die sich selbst oral „befriedigen“ können. Diese Form der Masturbation wird Autofellatio genannt. Das weibliche Pendant ist der Autocunnilingus, der noch mehr Gelenkigkeit erfordert. Beide Formen bieten Stoff für vielerlei obskure Sensationsmeldungen und fotografische Fälschungen.

Eine wirklichkeitsnah gefilmte Autofellatio, die mit einer unvollständigen „Rolle rückwärts“ eingeleitet wird, ist Bestandteil der Handlung in dem Spielfilm Shortbus.

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. http://www.aids.at/index.php?id=14#oralrisiko und http://dresden.aidshilfe.de/rathilfe/ov_fsm/index.html
  2. http://www.aids.ch/d/hivpositiv/broschueren/beziehung_sexualitaet/kap2.html#oral

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www.redvision.de


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