Cruising
Als Cruising (aus der englischen Seefahrersprache: mit dem Schiff kreuzen, herumfahren) wird im Kontext schwuler Sexualität die Suche nach einem Partner vor allem für spontanen Sex bezeichnet. Dabei wird auch von Cruising-Areas gesprochen, also von Orten, an denen Cruising regelmäßig stattfindet.
Praxis
Cruising im öffentlichen Bereich setzt Orte voraus, die erreichbar sind und gleichzeitig einen gewissen Schutz bieten. Solche Cruising-Areas sind beispielsweise öffentliche Parks oder Plätze (oder bestimmte Bereiche davon), Schwimmbäder, Badeseen, Parkplätze (vor allem Autobahnparkplätze bzw. deren angrenzende Gebüsche oder Wälder) oder so genannte Klappen (öffentliche Toilettenanlagen).
Im Gegensatz zu solchen öffentlichen Cruising-Areas, die „wild” entstanden sind, gibt es auch Formen des Cruisings an nichtöffentlichen bis hin zu privaten Orten, bei denen die sexuelle Tätigkeit mehr oder weniger vom „Hausherrn” vorgesehen ist. So gibt es seit Mitte der Achtziger Jahre in vielen schwulen Bars bestimmte Räume, die von Gästen für Cruising genutzt werden können.
Siehe auch: Darkroom.
Manchmal wird bei schwulen Veranstaltungen auch von einem Cruising-Bereich gesprochen, wenn eigens zum Zweck des Findens eines Partners ein entsprechender Bereich vorgesehen wurde (zum Beispiel bei Diskoveranstaltungen oder größeren Partys). Ebenfalls zu dieser Kategorie können schwule Saunen gezählt werden.
Rechtliche Situation, Gefahren
In Ländern, in denen schwule Sexualität verboten oder gesellschaftlich stark geächtet ist, kann Cruising – auch wenn fast aus jedem Land Cruising-Areas bekannt sind – eine durchaus gefährliche Angelegenheit werden (sowohl strafrechtlich als auch wegen der Wahrscheinlichkeit von Gewaltverbrechen).
Siehe auch
Wie werde ich ein besserer Liebhaber?
